3. Internationales Caritas-Ferienlager

Gastgeber war dieses Mal die Caritas Ägypten, die alles in ihrer Macht stehende unternahm, damit den Teilnehmern des diesjährigen Lagers ihr Besuch im Land der Pharaonen in unvergesslicher Erinnerung bleiben wird. Die Teilnehmer, das waren 86 bedürftige Kinder aus fünf Ländern des Nahen Ostens: Libanon (22), Syrien (15), Palästina (10), Ägypten (30) und heuer erstmals auch aus Jordanien (9). Es handelte sich dabei um Waisen- und Flüchtlingskinder, Sozialfälle, aber auch Behinderte, die von den lokalen Partnern der Caritas Salzburg in den jeweiligen Ländern (in der Regel die nationale Caritas) für die Teilnahme an dieser in ihrer Art einzigartigen Aktion ausgewählt worden waren. Diese Kinder im Alter von 8 - 13 Jahren gehörten 12 verschiedenen christlichen und moslemischen Konfessionen an und wurden von 10 Gruppenleitern im Alter von 17 - 23 Jahren (sieben aus dem Libanon und drei aus Ägypten) betreut. Weiters gehörten zum Betreuungsteam auch sechs Ordensschwestern von fünf verschiedenen Ordensgemeinschaften mit vier verschiedenen Nationalitäten. Einige Freiwillige, wie z.B. ein Jugendlicher aus dem Jemen und eine aus dem Irak stammende Schwedin, die über die Caritas Schweden zum Lager gestoßen war, vervollständigten das internationale Team, das sich rund um die Uhr um das Wohlergehen der Kinder bemühte.

Nach einem zweitägigen Aufenthalt in Kairo, wo die Einladung in einen riesigen Vergnügungspark sowie eine vom österreichischen Botschafter organisierte Bootsfahrt auf dem Nil zu den Höhepunkten des hauptsächlich touristischen Programms zählten, begann das eigentliche Lager am 12. August in Alexandria. Dort fand die ganze Gruppe gastfreundliche Aufnahme in einem Kloster der Barmherzigen Schwestern.

Die Caritas Ägypten hatte ein interessantes und abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Dazu zählten die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten von Alexandria, Baden am Meer, ein Zirkusbesuch und vieles mehr. Natürlich durfte auch ein ganztägiger Ausflug zu den Pyramiden in Gizeh nicht fehlen. Ansonsten gab es ein vielfältiges Programm im Quartier der Kinder: Wettspiele, Gruppenarbeiten, Basteln und ähnliche Aktivitäten sollten die Kinder einander näher bringen: schließlich waren es die wichtigsten Ziele des Lagers Vorurteile abzubauen, Toleranz zu lehren, Freundschaften über Grenzen hinweg zu initiieren und das Interesse der Kinder an anderen Ländern und Kulturen zu wecken. Besonders die sorgfältig und mit viel Liebe vorbereiteten Nationalabende jedes Landes waren eine große Bereicherung und begeisterten nicht nur die Kinder, sondern auch die Betreuer. So konnte man die Nationalgerichte der verschiedenen Länder kosten und sich von den Folkloredarbietungen in den landestypischen Trachten begeistern lassen.